Der Wacholderhof in Eltville am Rhein hat sich in den vergangenen Jahren von einem klassischen landwirtschaftlichen Betrieb zu einem vielseitigen Direktvermarkter mit knapp 10.000 Legehennenplätzen entwickelt. Ein wichtiger Faktor für den Erfolg ist eine konstant hohe Eiqualität, auch bei älteren Legehennen. Das Ziel des Hofes ist es, eine Legeperiode von rund 15 Monaten zu erreichen.
Das Problem: Mit zunehmendem Alter der Tiere und steigender Eigröße wird insbesondere die Stabilität der Eierschale zu einer Herausforderung. Knick- und Brucheier sowie andere B-Ware bedeuten für direkt vermarktende Betriebe unmittelbare Verluste.
Um die Schalenqualität über eine möglichst lange Legeperiode zu unterstützen, testete der Wacholderhof deshalb Active D über rund zehn Monate unter Praxisbedingungen. Dabei wurden gleichaltrige Legehennengruppen mit und ohne Active D miteinander verglichen.
Active D wurde während des Versuchs gezielt in die Legehennenration eingemischt. Die Tiere akzeptierten das Futter ohne Probleme. Deutliche Unterschiede in der allgemeinen Tiergesundheit wurden nicht beobachtet, aber sichtbarste Effekte zeigten sich direkt an den Eiern.
Vor allem bei älteren Tieren zeigte sich ein deutlicher Unterschied: Die Schalenqualität der mit Active D gefütterten Gruppen blieb länger stabil. Gleichzeitig beobachtete der Betrieb weniger Knick- und Brucheier, weniger B-Ware sowie tendenziell größere Eier, was insbesondere für das Ziel – einer verlängerten Legeperiode – von großer Bedeutung ist, da so möglichst viele Eier bis zum Ende der Haltungsperiode vermarktungsfähig bleiben. Einzelne Herden wurden sogar erst mit 16 bis 17 Monaten ausgestallt und erreichten zu diesem Zeitpunkt noch eine Legeleistung von etwa 70 bis 75 Prozent.
Auch während der wärmeren Sommermonate machte der Betrieb positive Beobachtungen bei der Eierstabilität. Bei extremer Hitze um 40 °C gingen jedoch in allen Gruppen Futteraufnahme und Leistung deutlich zurück, sodass unter diesen Bedingungen kein klarer Unterschied mehr festgestellt werden konnte.
Die Geschichte des Wacholderhofes reicht mehrere Jahrhunderte zurück. Bereits um 1500 wurde
das Gelände als Wacholderweide erwähnt, woraus sich der heutige Name ableitet. Die heutige Familiengeschichte begann vor rund 45 Jahren, als der Vater des Betriebsleiters auf den Hof kam. Der ursprüngliche Schwerpunkt lag auf Schweinezucht und Schweinehaltung.
2016 startete der Betrieb dann mit 100 Hühnern in einem selbstgebauten Mobilstall in die mobile Legehennenhaltung. Die Legehennenhaltung entwickelte sich zunehmend zu einem wichtigen Betriebszweig des Wacholderhofes. Heute bieten sechs mobile Stalleinheiten mit insgesamt knapp 10.000 Legehennenplätzen aus überwiegend braunen Bovans-Legehennen ein zuhause. Aus Sicht des Betriebs überzeugen die Tiere besonders durch ihre Robustheit und konstante Leistung unter Freilandbedingungen.
Parallel dazu hat der Betrieb seine Direktvermarktung kontinuierlich ausgebaut. Der Großteil der Eier wird über den eigenen Hofladen verkauft. Hinzu kommen regionale Wiederverkäufer wie Metzgereien, Bäckereien, Hofläden und privat geführte REWE-Märkte. Ein Hofcafé ergänzt das Angebot und bringt Verbraucher direkt auf den Betrieb.
Der Wacholderhof bewirtschaftet heute knapp 155 Hektar landwirtschaftliche Fläche, davon rund 130 Hektar Ackerland. Das selbst angebaute Weizen und Gerste werden überwiegend für die eigene Schwein- und Legehennenhaltung genutzt und dafür auf der betriebseigenen Mahl- und Mischanlage hergestellt.
Für den Wacholderhof ist Active D nach dem rund zehnmonatigen Praxistest vor allem ein Instrument zur Unterstützung einer konstanten Eierschalenqualität über eine lange Legeperiode.
„Ich würde Active D für meinen Betrieb weiter nutzen und auch weiterempfehlen, weil die Schalenqualität über den Versuchszeitraum spürbar besser war als bei den gleichaltrigen Vergleichsgruppen.“
Frederic Witt, Inhaber des Wacholderhofs
| Betriebszweige | |
| Legehennen | knapp 10.000 Plätze, sechs mobile Stalleinheiten |
| Genetik | überwiegend braune Bovans |
| Weitere Tierhaltung | Schweinezucht und Schweinehaltung |
| Fläche | knapp 155 ha, davon ca. 130 ha Ackerland |
| Futter | eigene Mahl- und Mischanlage |
| Direktvermarktung | Hofladen, Hofcafé und regionale Wiederverkäufer |
Stevan Petrović ist Doktor der Veterinärmedizin der Universität Belgrad. Seit 2016 hat er umfangreiche Erfahrungen in der Tierfutterbranche gesammelt und dabei Fachkenntnisse in den Bereichen Veterinärmedizin, technischer Support und Produktmanagement miteinander verbunden. Seit Februar 2026 ist Stevan als Produktmanager für Active D bei „Phytobiotics“ tätig.
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